Reisebericht „Leogang“

Reisebericht Landpartie Classic „Leogang“

Die ersten Teilnehmer wurden noch von Regenwolken begrüßt. Je näher es aber Richtung Start der „Kennenlern-Runde“ ging, zeigte die Sonne ihre Kraft und pünktlich um kurz vor 12.00 Uhr wurden die ersten Cabrio-Dächer geöffnet.
Insgesamt acht teilnehmende Fahrzeuge starteten um 12.00 Uhr zur ersten Etappe über insgesamt 160 Kilometer. Die Strecke führte vom Hotel Kirchenwirt in Leogang aus über Hochfilzen nach Fieberbrunn. Von dort aus ging es durch das Pillerseetal. Entlang des Sees konnten die Teilnehmer die Weite und den Blick in die Berge genießen. Weiter ging es über Waidring nach Kirchdorf in Tirol. Auf kleinen und kurvigen Straßen ging es von Kirchdorf in Tirol durch eines der vielen tiroler Täler bis Kössen und von dort aus über die Landesgrenze nach Reit im Winkl.
In Reit im Winkl wurden wir im Hotel Gut Steinbach mit einer typischen bayerischen Brotzeit begrüßt und konnten die gemeinsame Mittagspause in der Sonne und mit Blick auf die bayerische und österreichische Bergwelt genießen. Die Teilnehmer nutzten diese Zeit, um sich näher kennenzulernen. Neben den obligatorischen Benzingesprächen kamen auch weitere Gespräche über verschiedene Themen nicht zu kurz.
Nach der Mittagspause auf Gut Steinbach ging es an verschiedenen Seen vorbei Richtung Inzell und von dort aus weiter Richtung Österreich. Ein kleiner, aber nicht wirklich störender, Regenschauer überraschte die Cabriofahrer, welche dann ihre Dächer schlossen und mit nicht weniger guter Laune weiterfuhren.
Wieder zurück in Österreich zeigte sich wieder die Sonne und ließ die Vorfreude auf die große Alpentour am Samstag steigen.
Über Lofer und Saalfelden ging es wieder zurück nach Leogang, wo die erste Etappe bei einem erfrischenden Kaltgetränk ausklang.
Am Abend wurden die Teilnehmer im gotischen Gewölbe „Samerstall“ mit einem österreichischem Buffett und den passenden Getränken dazu verköstigt. Die unkomplizierte und gute Stimmung ließ schon bald erahnen, dass nicht nur diese erste Etappe von guter Laune geprägt sein würde.

Am Samstag starteten die Teilnehmer nach einem ausgiebigen Frühstück um 09.30 Uhr zur „Großen Alpentour“. Bei strahlendem Sonnenschein ging es über Saalfelden Richtung Dienten am Hochkönig. Schon nach ein paar Kilometern entlang des Hochkönigs wurde die Straße kurviger und kleiner, was die Teilnehmer mit den schnelleren Fahrzeugen sichtlich freute. Weiter ging es Richtung Fusch an der Großglocknerstraße, wo der erste Fototermin vor der Mautstation stattfand. Nach der Mautstation ging es die Großglockner Hochalpenstraße über 17 Kehren und teilweise enge Passagen hinauf bis auf 2.425 Meter. Die höchstgelegene Passstraße Österreichs beeindruckte nicht nur mit ihren Kehren, sondern auch durch ihr Naturschauspiel. Ist man im Tal im Grünen gestartet, befindet man sich nach circa 15 Kilometern über der Baumgrenze im Schnee. Die Straßen sind mit Schneewänden umsäumt, die Luft ist dünner und es ist so still, dass es im ersten Moment wirklich ungewöhnlich ist.

Im Bergrestaurant „Fuscher Törl“ war es dann an der Zeit, nicht nur ein Foto vom eindrucksvollen Bergpanorama und den Fahrzeugen zu machen. Nach einer kleinen Stärkung ging es die 17 Kehren wieder bergab Richtung Zell am See. Von Zell am See ging es weiter Richtung Mittersill und von dort aus Richtung Kitzbühel. Oberhalb von Mittersill stärkten sich die Teilnehmer im Hotel Schloss Mittersill bei einem gemeinsamen Mittagessen.
Nach dem Mittagessen ging es den Pass Thurn hinauf Richtung Kitzbühel. Die schönen langgezogenen Kurven ließen das etwas schlechter gewordene Wetter schnell vergessen. Die Versöhnung folgte, als kurz vor Kitzbühel der Wilde Kaiser in seiner ganzen Pracht zu sehen war. Zwar mit schwarzen Wolken, aber es war trocken. Über Kitzbühel ging es weiter nach Oberndorf in Tirol, eine kleine Ortschaft neben der Hauptstraße mit einem historischen Ortskern. Weiter ging es nach St. Johann in Tirol und Fieberbrunn. Parallel zu den Gewitterwolken und auf fast trockener Straße ging es weiter nach Leogang. Auch heute konnte die insgesamt 210 Kilometer lange Tour bei einem Kaltgetränk in der Spätnachmittags-Sonne ausklingen.

Nach einer kleinen Ruhepause trafen sich die Teilnehmer um 19.00 Uhr zum gemeinsamen Abendmenü. Nicht nur die Menüauswahl, sondern auch die dazu passenden Weine ließen den Abend zu einem kulinarischen Highlight werden.
Die Sonnwendfeier, bei der die Berge mit Fackeln beleuchtet sind und die passende Musik hierzu war das Highlight dieses Abends.
Auch die spontane Weinprobe im alten und originalen Weinkeller und „Weinverließ“ des Kirchenwirts war ein weiteres Highight dieses Abends.
Kurz nach Mitternacht war auch der letzte Teilnehmer im Bett und ließ diesen wirklich schönen Tag in seinen Träumen revuepassieren.

Am Sonntag hieß es nach einem köstlichen Frühstück Abschied nehmen. Da sich das Wetter heute nicht von seiner besten Seite zeigte, gestaltete sich der Abschied nicht allzu schwierig. Als die Gruppe um 10.30 Uhr zur 115 Kilometer langen Etappe Richtung Chiemsee aufbrach, blieben die Cabrio-Dächer geschlossen. Über Saalfelden ging es nach St.Martin, wo die Teilnehmer die Wallfahrtkirche Maria Kirchenthal besichtigten. Das Emsemble aus Kirche, Gasthof und Besinnungsort, welches direkt an den Berg gebaut ist, beeindruckte auch ohne Sonnenschein. Weiter ging es über Lofer Richtung Landesgrenze ins schöne Chiemgau. Auch hier hatte die Sonne einen Urlaubstag und die Cabrio-Dächer blieben geschlossen. Je mehr die Teilnehmer Richtung Chiemsee kamen, desto weniger regnete es. Kurz nach der Ankunft auf Gut Ising, wo die Teilnehmer mit einer kleinen Pasta Party überrascht wurden, zeigte sich die Sonne kurz. Bei der gemeinsamen Pasta Party ließen die Teilnehmer die gesamte Tour ausklingen. Mit vielen tollen Eindrücken und nach insgesamt 490 Kilometern wurde die Landpartie Classic „Leogang“ beendet.

Alles in Allem kann man sagen, dass nicht nur das Fahren und die Kulinarik im Vordergrund standen. Mit dem Entstehen neuer Freundschaften und mit der Gewissheit, sich auf den folgenden Weitkamp Classics wiederzusehen, verabschiedeten sich die Teilnehmer und fuhren glücklich und zufrieden wieder Richtung Heimat!!

Wir freuen uns auf die nächsten Touren und wünschen Allen allzeit gute Fahrt!!

Christoph Weitkamp

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